KG StadtgardeAlsdorf e.V.  

  Schwerpunkt ist die Nachwuchsförderung

Im Herbst des Jahres 1974 saßen im Ortsteil Ofden, in einem kleinen Haus auf dem Wacholderweg. bei Familie Erdwey, einige Männer und Frauen zusammen. Es wurde eine lange Nacht und die Kaffeemaschine stand nicht still. Am frühen Morgen war man sich einig, es sollte ein neuer Karnevalsverein gegründet werden. Der Name war auch schon gefunden" KG Stadtgarde. Am 12. April wurde im Lokal Androsch in Kellersberg die erste Mitgliederversammlung abgehalten. Es waren 39 Personen anwesend. Von da ab ging es rund. Den Menschen ein wenig Spaß und Freude zu bringen war unser Bestreben. Auch behinderte und kranke Menschen wurden von uns nicht vergessen. Besuchten wir in den ersten Jahren, am Fett-Donnerstag, soziale Einrichtungen so ist die Veranstaltung des Kreises der Behinderten, sie findet jedes Jahr im Lokal" Hause Mertens" in Alsdorf-Busch statt, seit vielen Jahren fester Bestandteil in unserem Terminplan. Bereits innerhalb eines Jahres war die Stadtgarde eine der größten karnevalistischen Vereinigungen in der Stadt Alsdorf. Mitte 1976 bekamen wir von der Stadt Alsdorf die Genehmigung das Stadtwappen auf unseren Uniformen zu tragen. Seit dem Jahre 1997 haben wir den Status der Gemeinnützigkeit. Der, leider im Jahre 1985 verstorbene, erste Vorsitzende Bernd Schwerdt hatte die Jugendarbeit in den Vordergrund seines Schaffens gestellt . .So kam es, das schnellstens vereinseigene Zelte angeschafft: wurden und man bereits 1976 zum ersten Zeltlager in das schöne Grünental in der Eifel auf brechen konnte. Obwohl in der heutigen Zeit die Unterkünfte etwas komfortabler sind, wir fahren seit einigen Jahren in ein Hüttenlager, sind diese Fahrten ein fester Bestandteil unserer Jahresplanung. Beim abendlichen Lagerfeuer, in geselliger Runde, wird so manche neue Idee geboren und der Zusammenhalt innerhalb des Vereins gefördert. Jugendarbeit innerhalb einer Karnevalsgesellschaft bedeutet nicht nur Zeltlager und Vergnügen, sondern auch harte Arbeit. Etliche Tage und Nächte saß man zusammen und schneiderte Kostüme und Uniformen für alle Gruppen und sogar für die Einzelmariechen. Waltraud Erdwey trainierte nicht weniger als drei Gruppen und nebenher noch Einzelmariechen und Tanzpaare. Schon früh war man sich einig, auch eigene Tanzturniere durchzuführen Da in Alsdorf kein geeigneter Saal für solche Großveranstaltungen zur Verfügung stand, wurde 1976 das erste Tanzturnier der KG im Kasino Siersdorf abgehalten. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten. Der größte Coup gelang 1977 und 1978 mit dem zweimaligen Sieg des Europapokals .. Ihm folgten weitere und man nahm an zahlreichen internationalen Tanzturnieren teil. Geprobt wurde im alten Jugendheim am Alsdorfer Weiher. Natürlich war und ist das Brauchtum Karneval die Hauptsache in der KG. Da die Ansprüche an die Turnierteilnehmer sich ZU sehr in Richtung Leistungssport begeben haben, stand unser Entschluss schnell fest keine Turniere mehr auszurichten bzw. nur noch Freundschaftsturnieren zu besuchen. In der Session 84/85 gelang unserer Seniorentanzgruppe mit den Rio Girls eine sensationelle Darbietung welche die KG in Alsdorf und weit darüber hinaus noch bekannter machte. Nach einem kurzen Gastspiel von Willi Schmitz als Nachfolger von Bernd Schwerdt (lJahr) übernahm Toni Sistennanns im Jahre 1986 die Ämter des I.Vorsitzenden und des Präsidenten und führt die KG bis heute. Mit den Rio Girls nahmen wir zusammen mit dem Prinzen-und Kinderprinzenpaar, auf Einladung des Partnerschaftskomitees der Stadt Alsdorf, an der Fahrt zur französischen Partnerstadt Saint Briuec teil. Leider wurden durch den Erfolg die Anspruche der Gruppe so groß das man sich im Jahre 1989 trennte. Der Neuaufbau gelang und man konnte auch weiterhin Bambinis, Junioren-und Seniorengruppe aufbieten. Leider verließ in der Session 2006/2007 fast die gesamte Tanzgruppe mit der Trainerin die KG: Doch wir sind wieder dabei die Tanzabteilung neu aufzubauen und dabei auf einem guten Weg. Sorgte sich Waltraud Erdwey mit Erfolg um die Tanzabteilung kümmerte war es in den ersten Jahren Günter von Kannen der den Fanfarenzug aufbaute. Besonders gut in Erinnerung ist der Fanfarenwettstreit im Jahre 1982, der im großen FestzeIt in der Siedlung Zopp abgehalten wurde. Den Fanfarenzug mussten wir in den vergangenen 33 Jahren sage und schreibe 3x wieder aufbauen. Selbstüberschätzung der und unmögliche Forderungen de~ Mitglieder des Fanfarenzuges zwangen uns zu dieser Maßnahme. Heute haben wir wieder einen starken Fanfarenzug mit ca. 35 Mitgliedern. Seit Jahren begleitet dieser den Kinderprinz der Stadt Alsdorf durch den Karneval. Zur Tradition des Fanfarenzuges gehört das Weihnachtsständchen für die Elferratsmitglieder und wenn gewünscht auch für die anderen Mitgliedern, so wie das Elferratswecken, hier wird auch das amtierende Prinzenpaar und das Kinderprinzenpaar nicht vergessen, am Karnevalssonntag. 1977 wurde die erste Galasitzung organisiert. Aus Platzmangel musste die KG wiederum zum Kasino Siersdorf ausweichen. Um jedoch auch in der Stadt präsent zu sein wurde im Jugendheim Ost im gleichen Jahr eine Galasitzung abgehalten. Da man bereits am 15.Dezember 1976 umgezogen war, vom Lokal Androsch in das neue Vereinslokal " Siedlerstübchen Zopp " lag es nahe, die Galasitzung im Saal Paul Mayer in Alsdorf - Busch abzuhalten. Die neue Heimat der KG war von nun an Alsdorf- Zopp. Dank der Mithilfe der Stadt Alsdorf zog die KG mit ihren Galasitzungen in die Turnhalle" An der Mariensäule " um. Durch das Programm führte jahrelang Sitzungspräsident Andreas Milde, der längst nicht mehr in Alsdorf wohnte weil ihn sein Beruf nach Bingen verschlagen hatte. Seit 1979 bis heute veranstaltet die KG mit viel Erfolg ihre Kindersitzungen. Seit jeher sind die Kinderprinzenproklamation und der Kinderzug in Busch Tradition für die KG. Was machen die Stadtgardisten Rosenmontag? Diese Frage stand bereits 1975 im Raum. Es wurden Überlegungen angestellt, nicht nur einen Elferratswagen zu bauen, sondern auch einen Wagen für die fleißigen Frauen. Diese Idee wurde in die Tat umgesetzt, so dass die KG in den beiden ersten zwei Jahren beim Rosen­ montagszug mit zwei Wagen vertreten war. Schon lange, aus personellen Gründen, kann kein eigener Wagen mehr gebaut werden und man verlegte sich auf ein Leihfahrzeug der Narrenzunft Baesweiler. Seit 1987 führen wir unsere Sitzungen und seit 1997 auch den Ordensball den wir bis dahin im Vereinslokal feierten, in der die Festhalle Ofden durch. So konnten wir unser 2xl1jähriges auch in Ofden in einem großen Zelt und mit einem Umzug feiern. In der Session 2006/2007 führten wir unseren Ordensball zum ersten mal zusammen mit der KG Blaue Funken durch. Der Erfolg gab uns Recht und auch in dieser Session werden wir den Ordensball wieder gemeinsam veranstalten. Noch viele Feste wären zu erwähnen, vor allen Dingen das alljährlich am Alsdorfer Weiher stattfindende Grillfest, sowie die Weihnachtfeiern und die Gruppen­ ausflüge. Vergessen dürfen wir auch nicht die seit einiger Zeit stattfindenden Bingoabende zu Gunsten der Jugend. Unsere Vereinsheimat haben wir nach einigen wechselnden Vereinslokalen in Alsdorf-­ Busch bei Guido und Uschi Erkens in der Gaststätte" Haus Kisters" gefunden. Seit dem Jahre 2010 wurde unser Ordensball und unsere Kostümsitzung in das Pfarrheim Alsdorf-Ost verlegt, wo wir seit vielen, vielen Jahren unsere Kindersitzung abhalten. Aus finanziellen Erwägungen feierten wir in der Session 2011/2012 unseren Ordensball im internen Kreis und werden das auch in Zukunft tun. Im Sommer 2012 werden wir zum ersten Mal unser Grillfest an die Alsdorfer Burg verlegen. Das die KG Stadtgarde auch in Zukunft eine feste Größe im Alsdorfer Karneval bleibt ist für den Vorstand und auch den Mitgliedern eine Verpflichtung.